TuS Friedewald bis heute

Auch die Menschen im Schlossdorf Friedewald wurden nach dem ersten Weltkrieg von einer Sportwelle erfasst. Vor allem war es Fussball, der besonders die Jugend faszinierte. Bis zur Gründung des Vereins hatte man auf dem sogenannten “Köhstamm” ein paar Torstangen aufgestellt. Wettkämpfe wurden auf anderen Plätzen ausgetragen.

Ein verständnisvoller Ortsvorsteher gab schliesslich das Gelände “Im Heldshahn” frei, um einen Sportplatz zu bauen, wobei sicher die zusätzliche Nutzung als Marktplatz ausschlaggebend war. Doch die Rodungen wurden relativ schnell, vermutlich wegen Geldmangels, wieder eingestellt.

Im Juli 1928 wurde dann mir schwarz-gelber Vereinsfahne, der “FC Viktoria Friedewald” gegründet. Gründungsmitglieder waren der damalige Lehrer Otto Arabin, Alfred Zeitz sowie Paul Moritz und Karl Strunk.

Der junge Verein, der sich an Meisterschaftsspielen im oberen Westerwald beteiligte, trug bis zur Fertigstellung des eigenen Sportplatzes seine Heimspiele in Daaden aus. Aufzeichnungen über die Einweihung des eigenen Sportplatzes liegen leider nicht vor. 1931 wurde aber vor heimische Kulisse die Kreismeisterschaft der 2. Kreisklasse gegen Dreisbach leider mit 0 : 1 verloren. Der Platz entsprach bei weitem nicht den bereits damals gestellten Anforderungen des Fussballverbandes.

Während des zweiten Weltkrieges ruhte der Spielbetrieb. Die meisten Spieler wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Auch die ersten Jahre nach dem Krieg kam es zu keinen offiziellen Spielen.

Erst im Jahr 1952 wurde der Verein wieder aktiv. Es kam zu einer Namensgebung “Turn- und Sportverein 1928”. Der sportbegeisterte Lehrer Hans Lohn wurde neuer Vorsitzender. Weiterhin Probleme bereitete der Sportplatz, der den gestiegenen Anforderungen nicht mehr genügte. Trotz finanzieller Probleme wurde am 1. Juli 1956 der neue Sportplatz eingeweiht. Aber auch der neue Platz wies Mängel auf. Trotz mehrfacher Ausbesserungsversuche musste mit Unterstützung der Bundeswehr, des Kreises, der Amtsverwaltung Daaden und der Gemeinde Friedewald ein völlig neuer Platz gebaut werden.

Am 25. Juli 1964 wurde dieser dann eingeweiht. Damals wurde der Platz im ganzen Kreis als vorbildlich betrachtet. Die Mannschaft bedanke sich hierfür mit dem Aufstieg in die 2 .Kreisklasse und dem Vizemeister in dieser Klasse.

Die Feier zum 40-jährigen Bestehen wurde mit der Einweihung der Bürgerhalle am 19 . Oktober 1968 verbunden. Gleichzeitig eröffneten sich dadurch auch neue sportliche Möglichkeiten, die in der Halle durchgeführt werden konnten. Bereits 1969 wurde eine Turnabteilung mit dem Abteilungsleiter Albert Hornickel gegründet um die Halle zu nutzen.

Die Frauen-Gymnastik-Gruppe wurde gegründet, deren vielfältige Aktivitäten bis heute einen grossen Bereich des TuS Friedewald abdecken.

1981 wurde die Abteilung Tischtennis ins Leben gerufen. Nach vielen Jahren, auch im Meisterschaftskampf, musste diese leider im Jahre 2002 vorübergehend eingestellt werden.

Im Jahre 1977 wurde eine Fussball-Spielgemeinschaft mit dem SV Adler Derschen eingegangen, die im Jahre 1998 durch eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Weitefeld-Langenbach und dem SV Nauroth abgelöst wurde. Diese sportliche Kooperation besteht auch weiterhin mit grossem Erfolg. Nicht zuletzt der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga sowie der gleichzeitige Aufstieg der 2. Mannschaft in die Kreisliga B.

Besonders wichtig für den Verein ist die Jugendarbeit. Die Aufzeichnungen hierüber zeigen, dass seit über 40 Jahren die Fussballjugend mit den Vereinen Weitefeld und Langenbach zusammen betreut wird. Im Bereich Kinderturnen wird schon seit Jahren Spass an sportlicher Bewegung vermittelt.

Erwähnt werden muss noch die Fertigstellung des Vereinsheimes im Jahr 2002. Durch umfangreiche Investitionen, aber besonders viel Eigenleistung durch verdiente Mitglieder, wurden neben einem Vereinsheim, vielfältige Aktivitäten auch ein neuer Umkleide- und Duschraum geschaffen.

Wichtiger als Daten und Fakten sind die Menschen im Verein. Viele, die mit dem Verein verbunden waren, sind bereits verstorben. Manche sind erst seit kurzem Mitglied. Einige waren aktiv im Wettkampf oder in der Betreuung tätig, andere leisten ihren finanziellen Beitrag.

Besonders die vielen Idealisten, angefangen mit den Gründungsmitgliedern bis zu den heutigen Helfern und Betreuern, haben den Verein viel Jahre am Leben gehalten. Viele Namen erscheinen in den Aufzeichnungen, die teilweise in verschiedenen Funktionen über lange Zeit ehrenamtlich aktiv waren. Alle zu erwähnen wäre unmöglich, einen zu vergessen wäre unverzeihlich. Deshalb hier der Dank an alle, die in den vielen Jahren den TuS getragen und unterstützt haben.

Der Verein ist trotz den vielen Jahren jung, sportlich un aktiv. Neben den sportlichen Aufgaben werden viele Aktivitäten durchgeführt. Besonders unsere “Oldie-Night” erzeugt friedliche und fröhliche Gesichter.

TuS Friedewald